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Deutsche Riesenbäume beeindruckten japanische Fotografen


Hainbuche in Hannover Kirchroode
Copyright Yoshida Shigerua

Die Gruppe wurde von HortiTours Gartenreisen aus Rheinbach bei Bonn zu den Baumriesen geführt. Die japanische Gruppenleiterin Setsuko Kanie und ihr Geschäftspartner Yoshida Shigeru sind beide auf Baumfotografie spezialisiert. Beide reisen jedes Jahr in verschiedene Länder auf dem Erdball - immer auf der Suche nach großen und mächtigen Baumgestalten. Vor gut 15 Jahren lernten sich die drei erstmals eher zufällig als Besucher in Kew Gardens in London (England) kennen; seitdem stellt HortiTours für die Gruppe die Baumreisen in Europa zusammen. So ging es bereits zu den größten Bäumen in England und Schottland. Im Jahre 2007 dann erstmals nach Deutschland zu den größten Bäumen südlich Frankfurts. Nun nach zwei Jahren kam die gleiche Gruppe wieder, um die größten Bäume nördlich Frankfurts zu besuchen und zu fotografieren.

Der Japaner Yoshida Shigeru zählt neben dem Iren Thomas Packenham (Autor von »Meetings with Remarkable Trees«) und Stefan Kühn vom Deutschen Baumarchiv (Autor von »Deutschlands alte Bäume«) zum Trio der weltbesten Baumfotografen. Yoshida macht die Bilder für die in Japan erscheinenden Baumbücher, während Setsuko Kanie die entsprechenden Texte formuliert. Die anderen zehn Teilnehmer der Reise waren Menschen, die einfach Freunde an dem Anblick alter Bäume haben. Der Maler Koichi Ono reiste mit seiner Staffelage; mit japanischer Tusche, Pinsel und Zeichenbrett skizzierte er jeden Baum auf der Reise in Windeseile.

Die diesjährige Baumreise begann in Frankfurt und verlief über Marburg, Hannover, Potsdam und Berlin zur Müritz; von dort ging es nach Bremen und dann südlich durch das Emsland ins Rheinland. Von Siegburg aus trat die Gruppe dann die Rückreise über den Frankfurter Flughafen zurück nach Japan an.


Kaiserlinde zu Königslutter
Copyright Yoshida Shigerua 2009

Die 22 Bäume wurden von Setsuko Kanie und Yoshida Shigeru in ihrem Büro in Tokio in Japan ausgewählt. Dort nämlich liegt der Prachtband »Deutschlands alte Bäume« von Stefan Kühn vor und man wählte die Bäume nach ästhetischen Gesichtspunkten aus. HortiTours entwickelte die Route und knüpfte die Kontakte zu den Baumeigentümern. Für Setsuko Kanie war es sehr wichtig, Bäume zu besuchen, die eine starke spirituelle Aura haben und aufgrund ihrer Gestalt und ihres Alter durch ihre Ausstrahlung überzeugen. Insgesamt besuchte man sieben Eichen, sechs Linden, fünf Buchen, eine Ulme, eine Platane und eine Eibe. Einige der Bäume sind eingetragenen Naturdenkmale.

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