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Gartenreise ins unbekannte Japan

(02.10. - 12.10.2008)

Vor dem Kinkaku-Ji-Tempel

Der Freundeskreis der Botanischen Gärten Bonn entführte die Reiseteilnehmer in eine andere Welt - zu einer Gartenreise nach Japan. Auf der Hauptinsel Honshu wurden traditionelle und moderne japanische Gärten gezeigt.

Die Gärten Japans haben zwei verschiedene Wurzeln. Zum einen die japanische Gartengestaltung aus prähistorischer Zeit, als man kleine Flecken kiesbedeckter Waldstücke oder Strände als Heimstätte de Naturgeister betrachtete, und zum anderen die aus China und Korea übernommene Tradition mit Teichen und Wasser.

Gartenreise ins unbekannte Japan

In Zusammenarbeit mit Baur Gartenreisen

Wir begannen unsere Reise in Tokio und Sie erfuhren bei der Stadtrundfahrt einen Eindruck von der Geschäftigkeit. Wir hatten Gelegenheit, den schönen Garten der Deutschen Botschaft zu sehen. In Bonsai City besichtigten wir eine Bonsai Gärtnerei. Diese kleine Stadt ist ganz groß im Kultivieren der Zwergbäume.

Goldener Tempel in KyotoUnsere Fahrt ging mit dem Shinkansen (Bullettrain) in Hochgeschwindigkeit in die alte Kaiserstadt Kyoto. Hier ist das spirituelle und kulturelle Zentrum von Japan. Tokio mag das Zentrum der Moderne in Japan sein, doch Kyoto ist mit seinen 1.600 buddhistischen Tempeln, 400 Shintō-Schreinen, Palästen und Gärten das Zentrum der traditionellen Kultur. Dadurch ist es eine der besterhaltenen Städte Japans. Eine ganze Reihe der berühmtesten Bauwerke Japans befinden sich in Kyoto, und viele davon wurden 1994 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Dadurch ist Kyoto das beliebteste Touristenziel Japans. Wir blieben drei Tage hier und hatten Gelegenheit, verschiedene traditionelle Gärten zu sehen. Viele Tempelgärten symbolisieren das traditionelle Japan. Mit dem Fahrrad erlebten wir das Stadtzentrum.

Bonsai maintenance - Kev Bailey, www.flickr.comVon Kyoto aus ging es mit dem Bus nach Takayama. Hier konnten Sie an einem der wichtigsten Feste Japans teilnehmen: dem Takajama-Matsuri Festival. Es findet jedes Jahr am 9. und 10. Oktober statt und symbolisiert den anstehenden Winter. Große und farbenprächtige Wagen zogen am Nachmittag und Abend durch die Altstadt zum Tempel. Nach dem Festival reisten wir noch am späten Abend nach Hirayo mit dem Bus weiter. Im dortigen Onsen - ein Hotel mit Bademöglichkeit in heißen Quellen blieben wir zwei Nächte. In den umliegenden Bergen befinden sich sehr große und mächtige Bäume, die wir bei unserer Wanderung erklommen. Wir hatten auch Gelegenheit, Pflanzen an ihrem natürlichen Standort zu finden. Im frühen Herbst beginnen vor allem die zahlreichen Ahorn-Arten eine unvergessliche Herbstfärbung anzunehmen.

Mit dem Überlandbus fuhren wir ins benachbarte Tal nach Kamikochi und machten eine leichte Wanderung an Japans sicherlich schönstem Fluss, dem Azusa. Die Impressionen in dieser Talschlucht waren atemberaubend. Am späten Nachmittag ging die Fahrt nach Nagoja, wo wir den letzten Abend verbrachten. Von hier ging dann der Rückflug nach Frankfurt.

Bei dieser Reise übernachteten wir überwiegend in Hotels oder Tempeln im japanischen Stil. Dieser ist ganz anders als der Westliche, denn wir schliefen auf Tatamies, Reismatten auf dem Boden. Die japanische Küche war ebenfalls ganz besonders. Es wird mit wenig Fett ganz leicht gekocht. Fisch, roh oder gekocht, ist ein Grundnahrungsmittel. In Japan wird wenig Kaffee, aber überwiegend grüner Tee zu allen Gelegenheiten getrunken. Ich habe mich gefreut, Ihnen mein Land und seine Gärten zeigen zu dürfen.

Herzlichst


Ihre Dr. Junko Oikawa-Radscheit