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Tagesfahrt zur Landesgartenschau Kamp-Lintfort

Sonntag, 27.09.2020

Liebe Gäste von HortiTours,
Liebe Gartenfreunde,

ich freue mich, Ihnen eine Gartenreise nach NRW anbieten zu können. Wir fahren am Ende der Gartensaison zur Landesgartenschau nach Kamp-Lintfort und zum Kloster Kamp.

Kamp-Lintfort erfindet sich gerade neu. Früher Klosterdorf, dann Zechenstadt, heute Hochschulstandort und nun Austragungsort der Landesgartenschau. Die Laga 2020 ist die große Chance, den notwendigen Strukturwandel auch ökologisch und gartenkünstlerisch zu gestalten. Die Landesgartenschau ist ein ambitioniertes Großprojekt für städtebaulichen Wandel, das noch weit nach 2020 in Kamp-Lintfort und der gesamten Region wirken wird!

Die Landesgartenschau Kamp-Lintfort 2020 ist die 18. Veranstaltung dieser Art in Nordrhein-Westfalen. Lagas gibt es in NRW seit den 1970er Jahren, mittlerweile schreibt das Landwirtschaftsministerium sie im Drei-Jahres-Rhythmus aus. Sie bieten attraktive Pflanzungen und gärtnerisches Knowhow, sind heute aber vor allem als tragfähiges Instrument der Stadtentwicklung geschätzt. Gartenschauen sind grüner Motor der städtebaulichen, touristischen und regionalwirtschaftlichen Veränderung, mit dem urbane Lebensräume in Zeiten des Klimawandels ökologisch nachhaltig gestaltet werden können auch in Kamp-Lintfort und der Region. Hier wird der Strukturwandel von der Bergbaustadt in eine moderne Wohn- und Hochschulstadt über die Entwicklung des neuen Zechenparks als "Grünes Rückgrat" erfolgreich weitergeführt.

Nach dem Besuch auf der Landesgartenschau, werden wir das Kloster Kamp besichtigen.

Kloster Kamp ist eine ehemalige Abtei auf dem Gebiet der Stadt Kamp-Lintfort. Es wurde 1123 gegründet und war das erste Zisterzienserkloster im damaligen deutschsprachigen Raum. Die Klosteranlage liegt auf einem Hügel (Kamper Berg), an dem südlich der historische Kanal Fossa Eugeniana entlangführt.

Die Gärten des Klosters Kamp stellen eine neue Gartenanlage in barocken Strukturen dar, errichtet ab den 1980er Jahren bis ca. 1991. Sie sind eine Anlage nach historischem Vorbild auf historischem Boden nach einer authentischen Vorlage, einem Kupferstich von August Querfurth und Ernst Ludwig Creite aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Anlage zählt insgesamt vier Gärten mit den folgenden Bezeichnungen: Terrassengarten, Barockgarten, Alter Garten und Obstgarten. Mit der Wiederherstellung wurde der Versuch unternommen, Mosaiksteinchen barocker Gartenbaukunst an ihrem traditionellen Ort wieder in ein geschlossenes Bild zu integrieren. Die wiedererrichtete Gartenanlage wurde 2004/2005 als herausragendes Beispiel in die Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas aufgenommen.

Nach der Führung gibt es nebenan im Cafe Bieger Kaffee und Kuchen.